Eutonie

„Eutonie ist ein westlicher Weg zur Erfahrung der körperlich-geistigen Einheit des Menschen. Nicht durch Versenkung, sondern durch Erweiterung des Bewusstseins werden schöpferische Kräfte im Individuum entfaltet und zugleich die soziale Kontaktfähigkeit aktiviert – ein Entwicklungsweg, der die Qualität der Persönlichkeit freilegt und ihr die Anpassung an das Leben in der Gemeinschaft ohne Verlust ihrer Eigenart ermöglicht.“ (Gerda Alexander, Eutonie, 1976)

 

Durch minimale Bewegungen erfährt man seinen Körper - er wird erfühlt und erspürt. Bewußt werden Blockaden wahrgenommen und aufgelöst. Es kommt zu einem positiven Erleben des eigenen Körpers. Bei der eutonischen Arbeit geht es nicht darum "sich zu entspannen - sich der Unterlage anzuvertrauen", sondern um die Erarbeitung eines eutonen Spannungszustandes.
Ein Beispiel: Wir gehen mit unserer Aufmerksamkeit in einen bestimmten Körperteil - wir sind dort und bleiben dort. Durch eine Berührung - als Hilfsmittel können Finger, Kastanien, Bälle, Holzstäbe, Hirsesäckchen usw. dienen - oder eine minimale Bewegung, werden wir uns dieses Teiles bewußt und erleben ihn. Wir spüren und erfahren die verschiedenen Qualitäten: die Haut, den Innenraum, die Knochen.