Gebetsmeditation

Möge der Garten des Erwachens in unserem Herzen mit Hunderten von Blumen erblühen.
Mögen wir die Gefühle von Frieden und Glück in jeden Haushalt bringen.

Mögen wir heilsame Samen auf zehntausend Pfaden aussähen.

Mögen wir niemals versuchen, dem Leiden der Welt zu entkommen,

und immer dort präsent zu sein, wo Lebewesen unsere Hilfe benötigen.

Mögen Berge und Flüsse in diesem Moment unsere Zeugen sein,

während  wir unsere Köpfe neigen und den Herrn darum bitten, uns alle zu umfangen.

(Thich Nhat Hanh)

Der Akt des Betens ist ganz konkret. Er sollte Transformation und Heilung bringen. Wenn wir gut praktizieren, wird die Energie des Betens sehr kraftvoll sein und auf der Stelle eine Veränderung hervorrufen. Diese Energie kann nur vorhanden sein, wenn wir mit Achtsamkeit, Konzentration und insbesondere Einsicht beten.

 

Jedermann weiß, dass die Haltung des Körpers sehr wichtig ist für das Gebet. Wenn Sie Ihre Handflächen zusammenlegen und sich knien oder eine ruhende Haltung auf dem Stuhl oder auf einem Meditationskissen einnehmen, dann sind Sie wahrhaft konzentrierter und sprechen Gott oder Jesus präsent mit Achtsamkeit und Respekt an. Wenn Sie wirklich beten, so verbinden sie sich mit Jesus, mit dem Reich Gottes. Deshalb ist die Kommunikation tief, absolut.

Jeder Augenblick unseres täglichen Lebens kann ein Augenblick des Betens, der Meditation sein. Wir müssen üben, um dazu in der Lage zu sein. Es gibt Momente, in denen wir nicht wirklich lebendig sind, wir werden davongetragen von unseren Ängsten, Sorgen, unserem Ärger, unseren Projekten; und wir vergeuden unser Leben auf diese Art und Weise. Niemand möchte sein Leben vergeuden. Wir möchten unser Leben ganz tief leben, und die einzige Möglichkeit besteht darin, zu beten, dann können wir jeden Augenblick unseres täglichen Lebens tief leben.