Imaginative Verfahren

Geführte Meditationen sind unserem westlichen Verständnis sehr nahe und leicht zugänglich. Als Reisender entstehen Bilder in uns und wir durchleben die Geschichte in uns selbst mit.

In diesem Sinne hatte Ignatius von Loyola seine Ordensbrüder angeregt, im Rahmen ihrer Exerzitien die Evangelien wie geführte Meditationen selbst zu durchleben. So mag es auch kein Zufall sein, dass die Jesuiten bis heute diesen Kontakt zu den inneren Ebenen mit ihren Erfahrungsmöglichkeiten wichtig nehmen.

Am Anfang ist es für intellektuell gebildete Menschen schwer annehmbar, dass vorgestellte innere Bilder wirksam sein sollen. Aber zuerst ist immer die Vorstellung da, und erst daraus ergibt sich die materielle Manifestation. Erlebt man eine wesentliche Erkenntnis oder einen tiefen EInblick, ist es immer ratsam, dem auch einen äußeren Ausdruck zu geben in Form eines kleinen Rituals. Eine bewußte Rückkehr und eine selbst gewählte Meditationshaltung sind empfehlenswert.