Achtsamkeit

Achtsamkeit ist eine offene, akzeptierende und gleichmütige Einstellung gegenüber allen Emotionen und Gedanken, die in der Wahrnehmung, im Bewusstsein auftreten. Hierzu zählen sowohl echte Gedanken und Überlegungen, wie auch Gefühle von Angst, Trauer, Haß, Freude, Euphorie etc. wie auch körperliche Gefühle.

Achtsam handelt, wer sich voll und ganz dem zuwendet, was er gerade macht bzw. was gerade passiert, ohne die Geschehnisse oder Gedanken zu bewerten. Wirklich im Hier und Jetzt zu sein, stoppt den Gedankenfluss und reduziert somit nachhaltig den Streß. Ruhe und Gelassenheit verstärken sich.

Durch das Erlernen der Achtsamkeit ohne ständige Bewertung von Gedanken und Gefühlen mit Hilfe der Achtsamkeitsübungen gewinnt man den weiten Blick auf die Dinge, kann sich aber andererseits leichter von einzelnen Themen lösen, in die wir uns üblicherweise verbeißen, was zu Streß, Ängsten und Unwohlsein führt.

Achtsam sein bedeutet konkret, im Jetzt zu bleiben und den Moment umfassend zu erleben und im Idealfall zu genießen. Dadurch kreiiert man Abstand zu den Problemen, man installiert im Kopf sozusagen einen inneren Beobachter. Je mehr dieser innere Beobachter aktiv ist, desto leiser und langsamer werden die Gedanken und man wird nicht mehr von ihnen und Gefühlen mitgerissen. Auf diese Weise lassen sich sogar heftige Gefühle wie Panik, Angst, Wut und Aggression mildern. Man sollte daher nicht gegen diese Gefühle kämpfen, sonden sie schlicht beobachten und warten bis sie vorübergehen.